Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs von Pierre Martin

Droemer Knaur, Kriminalroman, 368 Seiten, Taschenbuch, hier beim Verlag ansehen

Inhalt

Wie der Titel bereits anmuten lässt stirbt der bekannte, aber nicht bei allen allzu beliebte Polizeichef Enzo Bastian. Er soll Selbstmord begangen haben, aber von diversen Stellen wird das Gerücht laut, dass es eigentlich keinen wahren Grund dafür gegeben haben kann. Isabelle Bonnet wird darauf angesetzt, den angeblichen Selbstmord Bastians zu untersuchen – und stößt dabei auf ein verstricktes Konstrukt, das mit einer einfachen Untersuchung schon schnell nichts mehr zu tun hat. Bald verstricken sich ihre Fälle miteinander und glücklicherweise bekommt sie von eifrigen Mitarbeitern und guten Bekannten immer wieder Hilfe, denn es steckt weit mehr hinter ihrem nunmehr dritten Fall, als man annehmen mag.

Meinung

Urlaubsparadies und Arbeitsort vereinen sich hier zu einem Krimi. Ich persönlich bin absoluter Fan von Provence-Krimis im Allgemeinen, wurde von diesem allerdings mehr enttäuscht als überrascht.

Meine Erwartungen an die Geschichte waren hoch und sie fing gut an. Schnell war man mitten in der Handlung, dass es sich bereits um den dritten Teil handelt, ist kaum aufgefallen und an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es wohl kein Problem ist, die Bücher außerhalb ihrer Reihenfolge zu lesen. Das ist für mich nämlich immer ein Knackpunkt bei Krimireihen. Der Schreibstil von Pierre Martin ist angenehm und liest sich flüssig, passt zur Provence und ihrer Leichtigkeit.

 

Der weitere Verlauf konnte mich allerdings nicht überzeugen. Schnell wurde die Handlung langweilig und drehte sich im Kreis, wenn sie sich denn überhaupt mal bewegte. Der „Fall“, der bis zuletzt in meinen Augen kein richtiger Fall war, war unglaublich vorhersehbar und durchschaubar, Isabelle Bonnets Hilfe war an den meisten Stellen absolut überflüssig.

 

Die Kommissarin an sich war mir leider sehr unsympathisch, ich wurde auf den knapp 360 Seiten einfach nicht warm mit ihr. Ihr Kollege Apollinaire Eustache war der einzige Lichtblick in einer Geschichte voller flacher Figuren und unlogischen, egoistischen Handlungen, die im wahren Leben niemals so stattgefunden hätten. Völlig überflüssig außerdem Isabelle Bonnets Privatleben, das wie an den Haaren herbeigezogen plötzlich zum Fall beiträgt …

 

Fazit

Ich könnte mich in Rage reden (beziehungsweise schreiben) über dieses Buch. Hier überwiegen für mich leider die Negativpunkte mehr als deutlich, was mich sehr enttäuscht hat. In meinen Augen keine Empfehlung, besonders nicht für Provence-Krimi-Liebhaber wie mich. Schade!

 

1,5 von 5 Buchherzen ♥

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