Gastrezension: Ein Freund des Hauses von Yves Ravey

Hallo ihr Lieben! Wie ihr seht, gibt es heute mal etwas ganz anderes, nämlich eine Gastrezension von Captain Books! Schaut dort unbedingt einmal vorbei, es lohnt sich, außerdem wird es dort auch eine Gastrezension von mir geben! Und nun ganz viel Spaß beim Lesen! ♥

Hintergrund:

Für diesen Monat habe ich mir vorgenommen etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen. Mir ist es gelungen neue Buchverlage für meine Projekte zu gewinnen. Ich danke an dieser Stelle dem Kunstmanverlag für das entgegen gebrachte Vertrauen! Ich habe mich für den Roman „Ein Freund des Hauses“ entschieden, weil das Cover in meinen Augen sehr kreativ gestaltet ist. Die blaue Holzwand mit dem Spiegel eines Rollers, indem ein vermeintliches Paar abgebildet ist, lässt auf eine tolle Geschichte schließen. Ebenso finde ich die Länge des Buches mit 93 Seiten sehr entspannt und gut geeignet für Lange reisen.

Inhalt:

9783888979699Als ihr Cousin Freddy aus dem Gefängnis entlassen wird, weigert sich Madame Rebernak, ihn aufzunehmen. Mag sein, dass sie die einzige Verwandte ist, doch die resolute Witwe weiß wie jeder in der kleinen Provinzstadt, dass Freddy damals ein kleines Mädchen missbraucht hat. Wie kann sie ihn in Schach halten, wie ihre Tochter Clémence vor ihm schützen?
Denn Freddy hat seine Strafe verbüßt und kann sich überall frei bewegen, und auch das junge Mädchen entzieht sich ihrer Konrolle. So ist Mme Rebernak ganz auf ihre eigene Wachsamkeit gestellt, will sie ein neues Verbrechen verhindern. Ihr einziger Trost ist, dass Clémence mit dem Sohn des Notars befreundet ist, der zu den Honoratioren des Ortes zählt und sich so nett um die Familie kümmert. Aus Dankbarkeit hat sie ihm erst kürzlich das Jagdgewehr ihres verstorbenen Mannes überlassen. Sonderbar nur, dass der Notar das junge Mädchen neuerdings gern selbst in seinem Sportwagen heimbringt.
Um einen Verdacht, die Angst vor einem Verbrechen geht es in Yves Raveys neuem Roman, um Argwohn, der den Blick auf kleinste Details des Alltagslebens unwiderruflich verändert – und sich leicht benutzen lässt, um von der eigentlichen Gefahr abzulenken …

Fazit:

Als ich noch zur Schule ging, holte meine Mutter an Sommerabenden gewöhnlich das Familienalbum aus dem Wohnzimmerschrank.

Und bereits jetzt weiß man schon, dass man sich auf eine lange Reise durch das Buch machen wird. Ich habe das Buch im Zug gelesen und mit diesem Einstieg wurden meine Gedanken sofort von meinem Alltag abgelenkt!

Es ist wirklich, trotz der Kürze, ein sehr emotionaler Roman, der einen durch erzählerische Raffinesse und deutlicher Spannung für eine kurze Zeit aus dem Alltag befreit. Gerade wenn man viel Stress und eine Menge um die Ohren hat, ist dies ein gelungener Roman, um seine Lesesucht auszuleben!

Trotzdem glaube ich, dass viele Leser von diesem Buch enttäuscht sein werden. Die Geschichte ist verdammt schnell erzählt und lässt an der Logik oder eher an der Plausibilität etwas zu wünschen übrig.

Ich lege dieses Buch jedem ans Herz, der sich auf Reisen befindet. Es ist kein Roman für lange, entspannte Leseabende auf der Terrasse mit einem Glas Rotwein!

Kommentar:

Yves Ravey lehrt als Professor für bildende Kunst in seiner Geburtsstadt Besançon. Er ist Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke und wurde für sein Gesamtwerk mit dem Schweizer Prix Renfer ausgezeichnet. In Deutschland erschien von ihm „Bruderliebe“ (Kunstmann 2012).

Ab sofort findet ihr mich auch auf Instagram: captain_books

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