Das Gegenteil von Hasen von Anne Freytag

Heyne, Roman, 416 Seiten, Gebundene Ausgabe

Inhalt

Es könnte eine ganz normale Oberstufe sein. Eine mit Problemen, mit der ersten oder zweiten Liebe, Freundschaft order Feindschaft. Eben mit all dem, was normal ist. Doch dann wird eines Tages jeder Gedanke von Julia öffentlich zugänglich gemacht – nach dem schicksalhaften Verlust ihres Laptops. Auf dem allerhand private und brisante Themen eingetippt waren. Plötzlich kann die ganze Schule Blogbeiträge von ihr lesen – und damit auch die ungeschönte Wahrheit über jeden. Und leicht ist es nicht, den Verusacher dafür zu finden. Denn viele Mitschüler hätten Grund dazu gehabt.

Meinung

Ich habe ein gutes Jugendbuch erwartet, was ich bekommen habe, ist eine Geschichte, die mir tief unter die Haut ging und lange in mir nachhallte. Wir begleiten in diesem Roman von Anne Freytag eine Reihe Jugendlicher, bekommen die Erzählung sowohl aus ihrer Sicht, als auch aus der von Erwachsenen mit.

Der Schreibstil der Autorin stell so einige andere Bücher in den Schatten. Ich war und bin wirklich hellauf begeistert von der Art und Weise, wie sie diese Geschichte erzählt hat. Selten habe ich allein wegen der Worte und der Wortwahl eines Buches so viele Momente innehalten müssen, um die einfach nur die Sprache zu genießen.

Über die Handlung möchte ich an dieser Stelle nur wenige Worte verlieren, weil man sonst schnell zu viel weiß. Fakt ist, dass man schnell merkt, dass jede Figur eben doch nicht so ist, wie man sie im ersten Augenblick wahrgenommen hat. Und auf diese Art und Weise verschiebt sich auch die eigene Wahrnehmung der Handlung an sich immer wieder. Das ist eine große Kunst, die ich in diesem Buch sehr genossen habe. Und hat mich begeistert, obwohl die eigentliche Handlung auf den ersten Blick fast ein wenig zu simpel erscheint, um damit ein ganzes Buch zu füllen.

Trotz über 400 Seiten bin ich durch das Buch gerast. Und dabei hatte ich so viele Gefühle, zeitweise sogar auf einen Schlag. Ich habe mitgefiebert und gelitten, mir waren Dinge peinlich, die den Charakteren unangenehm waren und ich hatte Herzklopfen, wenn sie es hatten. Und das spricht glaube ich Bände.

Fazit

Einer der besten Jugendromane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und dabei keinesfalls nur ein Genuss für die eigentliche Zielgruppe, sondern auch für jeden Erwachsenen. Grandios!

5 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥♥

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!