Die Wächter der Aristeia von Stephanie Drechsler

Books on Demand, Roman, 436 Seiten, Taschenbuch, hier beim Verlag ansehen!

 

Inhalt

Was würdest du tun, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es war? Tara muss sich einem absoluten Alptraumszenario stellen: Eine Zombieapokalypse bricht über sie hinein, während sie mit ihrer Großmutter eigentlich einen mehr oder minder entspannten Campingaufenthalt geplant hat. Plötzlich jedoch herrscht Ausnahmezustand und alles, was Tara übrigbleibt, ist die Flucht. Schnell trifft sie auf andere Überlebende und schließt sich ihnen an. Gemeinsam kämpfen sie ums Überleben und müssen sich so einigen Herausforderungen stellen. Dass Tara alles andere als beliebt bei den anderen ist, merkt sie allerdings ebenfalls sehr bald. Wäre da nicht Adrian, so hätte sie wohl schon längt aufgegeben …

Meinung

Zuerst einmal möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren: Ich finde es nämlich wirklich sehr schick und es ist ein wirkliches Schmuckstück auf meinem Kindle. 😊

Ich finde die Grundidee großartig! Zombies, Apokalypsen – immer her damit! Ich kam sehr gut und flüssig in die Geschichte hinein, relativ kurze Kapitel sorgen für schnellen Spannungsaufbau.

Tara, unsere Protagonistin, überzeugt mit ihrer kämpferischen Ader. Sie wächst an ihren Aufgaben und hat mich immer wieder von sich überzeugen können. Generell muss ich sagen, dass mir die Gestaltung der Figuren sehr gut gefallen hat. Sie sind sehr unterschiedlich, man erkennt recht schnell die verschiedenen Interessen und ist hautnah mit dabei, wie sich verschiedene Wünsche und Vorstellungen gegeneinander aufreiben. Eine der wohl schwierigsten Vorgänge in so einem Szenario hat die Autorin wunderbar eingefangen: Wie kann man seinen Egoismus in einer Situation, in der er ums nackte Überleben geht, abstreifen? Die Charaktere sind selbst sehr philosophisch und gerade aus diesem Grund hat mich das Buch immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Bewundernswert finde ich die Entwicklung der Figuren. Die Gedanken ändern sich irgendwann ziemlich deutlich – aber ich mag nicht zu viel verraten! Alles in allem eine sehr spannende Handlung, die trotz des recht abwegigen Szenarios sehr echt und authentisch wirkt.

Kommen wir zu meinem Kritikpunkt, der leider etwas dafür gesorgt hat, dass ich mich nicht völlig in der Geschichte verlieren konnte. Und zwar geht es um den Schreibstil. Ich möchte keineswegs sagen, dass er schlecht wäre. Allerdings ist er für meinen Geschmack etwas zu leicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das gerade jüngeren Lesern gar nicht auffallen würde, aber ich bin da eben etwas kritisch. In meinen Augen ist zwischen dem Thema – das eben keine leichte Kost ist – und dem Stil eine zu große Diskrepanz. Manchmal kam die Spannung nicht ganz bei mir an, das ist sehr schade. Ich hatte Probleme damit, flüssig zu lesen.

 

Fazit

Grandiose Grundidee, aber leider ein Buch, dessen Schreibstil mir persönlich nicht zugesagt hat. Das ist aber – wie so vieles – absolute Geschmackssache und sollte eurem eigenen Bild keinen Abbruch tun. Schaut euch die Leseprobe an, denn die Idee und der Verlauf der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen.

 

3 von 5 Buchherzen ♥♥♥

 

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